Lawinenabgang in Tux

Lawinenabgang in Tux Presseaussendung der Polizei TirolAm 22.02.2026 um 12.05 Uhr wurde die Leitstelle Tirol über einen Lawinenabgang mit Personenbeteiligung am Hintertuxer Gletscher, im Bereich der Schiroute 2 – „Unterm Eisbruch“ in Kenntnis gesetzt. Der Melder schilderte, dass er eine teilverschüttete Person im Lawinenkegel sehen könne, welche um Hilfe rufe. Der Notarzthubschrauber Alpin 5 wurde ins Schigebiet zur Erstabklärung entsandt. Die Bergrettung Tux mit insgesamt 17 Personen als auch zwei Alpinpolizisten begaben sich ebenfalls ins Einsatzgebiet. Der Notarzthubschrauber Martin7 unterstützte den Einsatz und brachte die Einsatzkräfte auf den Lawinenkegel. Die Mannschaft des NAH Alpin 5 konnte feststellen, dass sich am Lawinenkegel zwei teilverschüttete Personen befanden, welche sich selbst nicht mehr befreien konnten. Es war jedoch unklar, ob sich noch weitere Personen während des Lawinenabganges im Gefahrenbereich aufgehalten hätten. Drei Lawinenhundeführer der Bergrettung Tirol Hundestaffel suchten den Lawinenkegel ab. Gleichzeitig wurde der Lawinenkegel von der Bergrettung Tux mittels LVS-Signalsuche abgesucht. Währenddessen wurden zwei Sondierketten gebildet, welche den Staubereich des Lawinenkegels sondierten.Die Einsatzleitung als auch die Alpinpolizei führten Umfelderhebungen und Befragungen der Beteiligten durch, wodurch bestätigt werden konnte, dass unterschiedliche Wahrnehmungen zu einem unklaren Lagebild führten und schließlich doch nicht von weiteren Geschädigten auszugehen war.Aufgrund der durchgeführten Maßnahmen konnte somit ausgeschlossen werden, dass weitere Personen von der Lawine mitgerissen worden sind. Zum Unfallhergang konnte erhoben werden, dass 55-jähriger, schwedischer Urlauber (Vater) in den Lawinenhang als Erster eingefahren ist und sein 15-jähriger Sohn ihm folgte. Der Sohn bemerkte beim Einfahren in den Hang den Lawinenabgang und sei etwa 100 Meter mitgerissen worden. Sein Vater sei dann folglich ebenso von den Schneemassen verschüttet worden. Die beiden führten keine Lawinenausrüstung mit. Die beiden teilverschütteten Schweden wurden bei dem Lawinenabgang schwer verletzt und wurden per Helikopter ins BKH Schwaz geflogen. Die befahrene Skiroute war nicht geöffnet und mittels Warntafel beschildert.Presseaussendung vom 22.02.2026, 20:34 UhrReaktionen bitte an die LPD Tirolzurück