Alpinunfall mit Verletzungsfolge in Sölden
Alpinunfall mit Verletzungsfolge in Sölden Presseaussendung der Polizei TirolAm Morgen des 19. April 2026 unternahmen zwei befreundete Alpinisten (ein 36-jähriger Österreicher und ein 21-jähriger Italiener) eine Schitour auf den 3.341 Meter hohen Berggipfel „Stubaier Wildspitze“ in den Stubaier Alpen. Die beiden befreundeten Schibergsteiger starteten ihre Tour bei der Talstation der „Stubaier Gletscherbahnen“ in Neustift im Stubaital und gelangen teils mit Tourenschiern und teilweise liftunterstützt zum Einstieg des Gratanstieges zur „Stubaier Wildspitze“. Beim dortigen Schidepot angekommen rüsteten sich die beiden Alpinisten mit Steigeisen sowie Pickel aus und befestigten ihre Schier am mitgeführten Rucksack. Vom Schidepot aus starteten die beiden Bergsportler anschließend zu Fuß, ohne Seilversicherung den Gipfelanstieg über den ausgesetzten Südostgrat (Schwierigkeitsgrat II. bis III. UIAA). Im Zuge des Aufstieges, auf zirka halber Strecke des Südostgrats, im Bereich eines in der Südflanke befindlichen Firnfeldes, auf einer Meereshöhe von 3.275 Meter, kam der 36- jährige Österreicher aus bislang ungeklärter Ursache zu Sturz. In weiterer Folge rutschte er vorerst einige Meter über die steile Firnflanke talwärts und stürzte anschließend, sich mehrfach überschlagend ca. 170 Meter über steiles und felsdurchsetztes Gelände ab. Der Verunfallte kam schließlich unterhalb der Felsabbruche regungslos im Schnee zu liegen. Durch den Begleiter wurde sofort ein Notruf abgesetzt. Einsatzkräfte der alarmierten Bergrettung Neustift iSt. sowie ein Alpinpolizist begaben sich mittels Pistengerät und darauffolgenden terrestrischen Aufstieg zum Verunfallten und starteten mit der Erstversorgung des schwerverletzten Bergsteigers. Der alarmierte Notarzthubschrauber „Alpin 2“ mussten den Anflug aufgrund der widrigen Wetterbedingungen abbrechen. Der Verunfallt wurde schließlich vom ebenfalls alarmierten Notarzthubschrauber „Christophorus 1“ mittels Taus (Crashbergung) geborgen und nach notärztlicher Versorgung in die Universitätsklinik Innsbruck geflogen. Der unverletzte Bergsteiger wurde vom Polizeihubschrauber „Libelle“ mittels Taus im Bereich der Absturzstelle am Grat geborgen und zum Zwischenlandeplatz bei der Bergstation „Gamsgarten“ ausgeflogen. Nach Abschluss der Erhebungen ergehen Berichte an die zuständigen Stellen.Presseaussendung vom 19.04.2026, 20:24 UhrReaktionen bitte an die LPD Tirolzurück